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Wie plegt man Spitze und Tüll richtig?

Spitze und Tüll sind bereits seit mehr als 500 Jahren modischer Bestandteil der Bekleidung. Konnten sich früher vornehmlich adlige diesen extravaganten Luxus leisten, wurden spätestens seit der Erfindung der Bobinettüll- Webmaschine Spitze und Tüll Produkte für jedermann.

Heute sind Tüll und Spitze vorwiegend in der Damenbekleidung beheimatet, während damals – besonders im 17. Jahrhundert – sich auch Männer damit schmückten. Ganz gleich, ob beim romantischen Brautkleid, dem eleganten Cocktailkleid oder bei verführerischen Dessous – Spitze und Tüll sind für jede Gelegenheit Hingucker.

Ursprünglich entstand Spitze aus dem einfachen Grund die losen Fadenenden der Gewebe vor dem Auflösen zu schützen. Dieses Problem wurde gelöst, indem man die Fäden einfach verknotete und verknüpfte. Nach und nach wurde aus dem einfachen Verknüpfen eine Kunstform bei der immer ausgefallenere Muster entstanden. Anfänglich wurden lediglich die Ränder der Kleider verziert, dies begründet auch die heutige weit verbreitete Annahme und modische Tendenz, dass Spitze gleich Borte ist. Später wurden dann flächige Gebilde gearbeitet.

Grundsätzlich ist Spitze eine Summe dekorativer Elemente aus Stoff, die durchbrochen sind, das heißt, es sind Löcher unterschiedlicher Form und Größe vorhanden. (eine genauere Definition finden sie hier)

Dies wiederum hatte zur Folge, dass man die geschlossenen Flächen innerhalb der Spitze mit verschiedenartigen Schlägen – so nennt man die Art der Verknüpfung – füllen musste. Es entstand der Tüll. Tüll entsteht durch das Umschlingen der Kettfäden mit den Schussfäden. Hier gibt es, wie oben bereits erwähnt eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Heute ist Tüll noch verbreiteter als Spitze und kann als Vorreiter aller Wirkwaren wie zum Jersey gezählt werden.

In der Mode werden Spitze und Tüll heutzutage unter anderem bei edler Lingerie oder romantischen Kleidern verwendet. Doch was gibt es bei der Pflege von Spitzen und Tüll zu beachten?

Die Pflege von Spitze und Tüll

Tüll und Spitzenstoffe gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben und Materialien. Aufgrund der die Vielfältigkeit gibt es keine allgemein gültigen Pflegehinweise.

Allgemein gelten folgende Regeln:

  1. Kunstfasern lassen sich leichter pflegen als Baumwolle, da sie robuster und widerstandsfähiger sind.
  2. Spitzenmaterialien und Tüll sind gemäß Etikett zu pflegen. Das gilt sowohl für das Waschen als auch für das Trocknen und Bügeln. Dennoch empfiehlt es sich, Spitze mit Vorsicht zu behandeln und einige Tipps zu beachten.

Je hochwertiger und feiner der Stoff, desto mehr Sorgfalt verlangt die Pflege. Falls Sie das Wäschestück in der Waschmaschine waschen wollen, empfiehlt es sich, das Stoffstück extra in einen Wäschesack zu geben. Die Temperatur sollte bei maximal 40 Grad Celsius liegen. Bei sehr feiner oder alter Spitze wiederum ist eine Handwäsche zu empfehlen.

Bei der Handwäsche sollten Sie das Wäschestück in lauwarmes Wasser mit ein wenig Waschmittel – das für das jeweilige Material geeignet ist – legen und kurz einweichen lassen. Anschließend können Sie die Wäsche mit kaltem Wasser ausspülen. Auswringen sollten Sie die Spitzenwäsche, wenn überhaupt, nur vorsichtig. Wäsche, die Sie per Hand waschen, sollten Sie anschließend an der Luft trocknen lassen.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung unter post@braun-spitzen.de oder rufen Sie uns einfach an unter 030 – 85070390!

 

Die Autorin:

Braun Spitzen & Tülle - K. Braun

 

 

 

 

 

Katharina Braun (34) ist neben Ihrer Mutter Gabriele Braun Gesellschafterin der Braun Spitzen & Tülle GmbH & Co. KG. Nach Ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre begann sie im elterlichen Betrieb zu arbeiten. „Am liebsten bastle ich mit Kindern in der KITA meines Sohnes. Hier entstehen die tollsten Sachen aus unseren Stoffen.“

 

RUBRIK: SPITZE; SPITZENSTOFF; SPITZENSTOFFE